Tarifvertrag Öffentlicher Dienst
Neues Tarifrecht
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Tarifverhandlungen im Bund und in den Kommunen: Arbeitgeberangebot ist inakzeptabel

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Arbeitgeberangebot ist inakzeptabel

ver.di, GEW und GdP zeigen sich empört über das Angebot, das die Arbeitgeber von Bund und Kommunen in der 2. Runde der Tarifverhandlungen am 24. Januar vorgelegt haben: fünf Prozent mehr Gehalt in drei Stufen bei einer Laufzeit von zwei Jahren.

Wenn die Erhöhung der Arbeitszeit gegengerechnet werde, bleibe für die Beschäftigten nichts übrig. Im Gegenteil, sie würden mit der Arbeitszeitverlängerung sogar noch draufzahlen. Alles in allem sei das Angebot eine Provokation. „Alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben in den vergangenen Jahren erhebliche Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Dabei haben sie eine erstklassige Arbeit geleistet, die von den Bürgern anerkannt und von den Politikern in ihren Sonntagsreden gelobt wird. Dieses so genannte Angebot der Arbeitgeber, das im Ergebnis eine Einkommenssteigerung von lächerlichen 2,15 Prozent auf zwei Jahre bedeuten würde, ist blanker Zynismus", sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg. Für Ilse Schaad, Vorstandsmitglied der GEW ist das Angebot „… ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Damit bezahlen die Beschäftigten ihre Entgelterhöhung selbst und müssen sogar noch drauflegen." „Auf Pferdemärkten hat man das noch Rosstäuscherei genannt", kommentierte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske das Angebot der Arbeitgeber. Bei der dritten Tarifrunde am 11. und 12. Februar gab es keine Annäherung. Die Gewerkschaften wollen nun den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Vom 14. bis 22. Februar wird es in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Dienstes Warnstreiks geben.

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer und die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock haben den Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung und den Betrieben des Bundes und der Kommunen ihre volle Solidarität zugesagt. Gute Arbeit müsse gerecht entlohnt werden, die Warnstreiks machten dies auch den Arbeitgebern deutlich. Sollten die Arbeitgeber stur bleiben, müssten sie sich auf eine harte Auseinandersetzung einstellen, betonten Sommer und Sehrbrock.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 02/2008


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